Antauchen am Guggi 2008

oder Der Tag des Vergessens

guggi0804-pic01Gestern hatten wir noch ein bisschen gegrillt. Alle diejenigen mit denen ich letzten Oktober in Egüptän tauchen war. Nach gutem Essen sahen wir uns dann den Film an, den der Armin von unserem Urlaub gedreht hatte. Natürlich ist es ein bisschen spät geworden und deshalb die Nacht ein bisschen kurz. Das war bevor der Wecker klingelte. Denn ich muß noch schnell einen Kaffee kochen, währenddessen das Auto beladen und was das schwierigste ist – aufwachen. Wahrscheinlich hatte ich deshalb meine Badehose vergessen, den Hut erst ganz zum Schluss eingepackt und einen Gummiring für den langen Atemreglerschlauch nicht dabei. Doch konnte ich unterwegs noch beim Kanadier einen Cheeseburger mitnehmen.

Am Guggenberger See angekommen freute ich mich über die rege Beteiligung.

guggi0804-pic02„Hat jemand einen Schraubenschlüssel dabei?“, fragte ich alsbald, den hatte ich nämlich vergessen. Der Florian hatte einen 14er, doch konnte ich das Geräusch nicht beseitigen, denn mein Finimeterschlauch verlor die Luft wohl doch im Drehgelenk. „Hat jemand Füßlinge dabei?“, fragte der Maik. Da konnte ich nur auf den Ronny verweisen, der am nächsten zum Guggenberger wohnt. Doch hatte der Maik die Füßlinge bald im Auto entdeckt. „Irgendwann ist jeder mal mit vergessenen Flossen dabei.“ meinte daraufhin der Ronny, der mit dem Fahrrad kam und nicht tauchen ging, wegen einer Fußverletzung. „Da könntest Recht haben, denn ich packe mittlerweile ohne Checkliste.“ musste ich zugeben.

Alles repariert, alles eingepackt haben wir uns dann in die Fluten gestürzt. Das Wasser hatte solch eine gute Sicht, die kannten wir noch gar nicht.

guggi0804-pic06Hallo Krebse, seid auch noch alle da? Ich hatte da ein paar mehr in Erinnerung vom letzten Jahr. Doch sie waren wieder alle da.

Nach dem ersten Tauchgang kamen mir die ersten Beschwerden entgegen. „Hat denn keiner einen Grill dabei?“

Der 2te Tauchgang war für mich besser. 2 Kilo mehr und schon tauche ich viel entspannter.

guggi0804-pic05Der Waller war gleich gefunden. Die Beschreibung vom Florian war halt einfach präzise. Der Rückweg war ein bisschen orientierungslos, weil sich mein Kompass verkeilt hatte. Doch der Wind, die Wellen und die Sonne halfen beim Navigieren. Wir haben die Runde zu Ende getaucht und hatten es im 14°C kalten Wasser 40 Minuten lang ausgehalten. Mit Trocki war das kein Problem, dem Naßtaucher zollen wir Respekt.

guggi0804-pic03Damit hab ich nun alles durch getestet und kann mit dieser Ausrüstung getrost zum Attersee fahren.

Bis dahin werde ich vielleicht nochmal im Guggenberger tauchen. Macht immer wieder Spaß – vielleicht auch mal mit Grill und Bier.

Der Sommer kann kommen, die Erfrischung gibt es unter Wasser.

guggi0804-pic04Und den Guggi kannst alles andere als Vergessen. Immer wieder gut.

Euer, Wolfram