Eistauchen 2009

… oder: Eisbären in Not

IMG_4178Die zur Zeit eisige Kälte hat auch was Gutes: Eis am Steinberger See! Und das gleich so viel, das Eistauchen auch bei uns möglich ist. So trafen sich die „Jungen Wilden“ am letzten Sonntag (11. Januar) bei sibierischen -15 Grad Celsius, Sonnenschein un 15cm Eisschicht – wie viele andere Taucher auch. Das kam uns zu Gute, da wir nicht mit brachialer Gewalt einen Einstieg in’s Wasser klopfen mussten.

dsc04590Drei Taucher – ein(e) Nichttaucher(in). Damit war klar, dass ein Taucher mind. zweimal tauchen musste und sich ein Sicherungstaucher einen abfrieren muss. Nachdem wir uns angeleint haben und noch etliches an fachmännischen Rat anderer Tauchgruppen einholten, ging’s los. Der Einstieg war relativ einfach. Hinsetzen, nach vorne fallen und los ging’s. Nachdem wir unser Gerödel gecheckt haben und uns passende Strategien einfallen ließen, wie wir uns nicht mit der Sicherungsleine erwürgen, konnten wir die gigantischen Sichtweiten von über 15 Meter und aufsteigenden Luftblasen am Eis genießen. Leider wurde man immer wieder aus der Träumerei gerissen da wir uns alle paar Minuten mit einem mehr oder weniger kräftigem Zug an der Leine verständigten (Frau führt Mann an Leine 🙂

dsc04608Dann kam der Ausstieg, und der erwies sich dann doch als etwas kompliziert – zumindest mit einer Doppel 12. Haltungsnote 1 für den Taucher, der Einiges an Ähnlichkeiten mit einem gestrandeten Walross hatte. Auch der, der den Taucher rauszog, hatte ein paar Probleme: nicht nur die nicht rutschfesten Stiefeln sondern auch das unerwartete Einfrieren des Anzugs.

Hoffentlich müssen wir nicht wieder 3 Jahre warten, bis der Steini zufriert. Ein Eistauchgang ist eine einmalige Erfahrung! Vorausgesetzt man trifft alle notwendige Sicherungsvorkehrungen.

In diesem Sinne: Allzeit Gut Luft.

Mehr Bilder