Walchensee August 2005

walchensee03Am Freitag Abend gegen 17:30 starten wir in Regensburg, schwer beladen (2 Autos, 4 Taucher, 8 Flaschen!!), in Richtung Walchensee. Dank der guten Vorinformation von Johannes sind wir ohne Stau durch München gekommen (Kreuz Neufahrn ->A99 Stuttgart -> Ausfahrt 10 Karlsfeld -> München -> A95 Garmisch -> Ausfahrt 10 Murnau/Kochel). Um 20:00 sind wir dann in Walchensee angekommen. Wir beziehen erst mal unsere Zimmer, und erhalten eine Einweisung in die Verhaltensregeln im Hause Kiefersauer (Anastasia Kiefersauer Karwendelweg 8 Walchensee Tel. 08858-286 ÜF 20 Euro) 😉 und gehen dann den Ort Walchensee erkunden. Danach ins Bett, denn man will ja am nächsten Morgen so früh wie möglich an der „Galerie“ (aus Richtung Urfeld kommend vor dem Tunnel rechts) sein, denn dort soll es ja angeblich immer recht knapp sein mit den Parkplätzen.

So war es dann auch. Obwohl wir um kurz nach 9 Uhr dort waren, ergatterten wir gerade noch die letzten beiden Parkplätze, ganz am Ende (man sollte sich vorher überlegen, ob man am nächsten Tag auch noch dort Tauchen will, und dann evtl. ein Auto dort parken). Der restliche Parkplatz war belegt mit Campingbussen von Surfern.

Unser erster Tauchgang war an der Steilwand bei optimaler Sicht. Während unserer Oberflächenpause lernten wir einen Taucher aus Rosenheim kennen, der den See in und auswendig kennt. Er begleitete uns dann auch bei unserem zweiten Tauchgang in Richtung Schuttplatz. (rechts weg, beim 2. Pegelturm. Sehr große Betonbrocken aus denen Stahl raussteht). Nach unseren Tauchgängen sind wir zum Füllen nach Kochel gefahren. Die Tauchbasis „Dive College“ hat sehr günstige Füllpreise für Pressluft. (s. Homepage www.tauchen-walchensee.de) und füllt auch Nitrox, Trimix, Argon. Das war unser erster Tag am Walchensee.

walchensee04Der nächste Tag begann etwas früher, wir wollten uns ja an der „Galerie“ mit Stefan treffen. Das stellte sich als unmöglich heraus, da der Parkplatz voll war und das um 8:45 Uhr. Also dann ein anderer Tauchplatz, auf zur „Pioniertafel“. Zu diesem Tauchplatz führt wohl eine Straße, die aber nicht befahren werden darf. Also ein anderes Transportmittel. Beim Bootsverleih in Urfeld haben wir uns ein Tretboot gemietet (25 Euro für den ganzen Tag), unser ganzes Gerödel für 2 Tauchgänge und 4 Taucher auf das Boot gepackt und los ging es. 2 mussten treten, die anderen beiden durften den Fußweg nehmen. Nach 15 Minuten kommt man dann an die „Pioniertafel“. Zu erkenne an einer steilen Felswand unterbrochen durch die Straße die dann weiterführt ins Wasser. An dieser Felswand ist eine Tafel angebracht und an der Straße zum See hin ein Geländer aus Holz. Dann hieß es ausladen und zusammenbauen. Was sich als sehr schwierig erwies, weil es keine gerade Fläche gibt. Also wer dort tauchen geht, sollte vorher schon seine Sachen zusammengebaut haben. Nur so ein kleiner Tipp.

walchensee05Der Einstieg ist ganz interessant. Es gibt nichts, nur eine Steilwand. Also ist springen angesagt. Den erste Tauchgang gingen wir an der Wand links entlang. Die Sicht war hervorragend und noch dazu schien die Morgensonne direkt auf die Wand. Also optimale Bedingungen. In den Tauchplatzbeschreibungen heißt es, dass dort Munition aus dem 2. Weltkrieg zu finden sei. Die haben wir zwar nicht gefunden, aber dafür neue Munition, und eine wunderschöne Steilwand. Und die ist auf jeden Fall diese etwas mühsame Anreise wert. Der zweite Tauchgang ging rechts weg. Hier ist keine Steilwand mehr, sonder leicht abfallendes Gelände mit großen Baumstämmen.

Das war für diese Wochenende unser letzter Tauchgang. Und wieder haben wir einen Taucher überzeugt sich einen Trocki zu kaufen;-) Der See war schon sakrisch kalt. Dann wieder alles verstauen und zurück nach Urfeld, noch ein Eis essen, die Sonne und die Berge genießen und dann, nachdem die meisten Menschen weg waren, haben wir uns mit einem weinenden Auge nach Hause gemacht. Eins ist klar, wir kommen wieder! Der Walchensee ist auf jeden Fall viele Reisen wert!
Also allzeit „gut Luft“, Marc, Wolfram, Maik und Nicole.